Übersicht Berufsbildung

Grundsätzliches
Unter dem Begriff "berufliche Grundbildung" versteht man eine Berufsbildung, die in der Regel an die obligatorische Schulzeit (Alter: mindestens fünfzehn Jahre) anschliesst. Wer eine berufliche Grundbildung durchläuft, lernt alles Wichtige für eine Tätigkeit in einem Beruf. Je nach Dauer und Inhalt wird die berufliche Grundbildung mit einem eidgenössischen Fähigkeitszeugnis (EFZ) oder mit einem eidgenössischen Berufsattest (EBA) abgeschlossen. Der Abschluss weist aus, dass die Absolventin oder der Absolvent die auf dem Arbeitsmarkt geforderten Voraussetzungen zur Ausübung der Berufstätigkeit mitbringt. Die zwei-, drei- oder vierjährige berufliche Grundbildung schliesst mit einem Qualifikationsverfahren (in der Regel mit einer Abschlussprüfung) ab. Dabei werden die in der Praxis erworbenen beruflichen Qualifikationen, die berufskundliche schulische Bildung und die Allgemeinbildung geprüft.

Wissensvermittlung
Die berufliche Grundbildung (BBG, Art. 16, Abs. 2) findet an den drei Lernorten (Lehrbetrieb, überbetrieblicher Kurs und Berufsfachschule) statt. Die Leistungsziele, die Bildungsinhalte und deren Aufteilung auf die Lernorte sind in den Verordnungen über die berufliche Grundbildung für die einzelnen Berufe respektive im jeweiligen Bildungsplan festgelegt. Die Verantwortlichen der drei Lernorte stimmen die Bildungsplanung gegenseitig ab.

Welche Rolle spielt der Lehrbetrieb?
Der Lehrbetrieb bildet die lernende Person in der beruflichen Praxis aus. Zu diesem Zweck schliessen beide Parteien vor Beginn der Bildung einen schriftlichen Lehrvertrag ab, der vom kantonalen Berufsbildungsamt genehmigt werden muss. Es können sich auch mehrere Lehrbetriebe zu einem Lehrbetriebsverbund zusammenschliessen und gemeinsam einen Bildungsplatz für die berufliche Praxis anbieten.

Welche Rolle spielen die überbetrieblichen Kurse?
Die lernende Person besucht neben der Berufsfachschule auch überbetriebliche Kurse, die in der Regel von den Berufsverbänden organisiert werden. In diesen Kursen werden Ergänzungen zur beruflichen Praxis und zur schulischen Bildung vermittelt. Diese sind für Lernende obligatorisch zu besuchen.

Welche Rolle spielt die Berufsfachschule?
An der Berufsfachschule werden der berufskundliche und der allgemein bildende Unterricht vermittelt. Lernende, die in einzelnen Fächern Schwierigkeiten haben, können zusätzlich zum obligatorischen, schulischen Unterricht Stützkurse besuchen. Im Einvernehmen mit dem Lehrbetrieb kann die Berufsfachschule den Besuch von Stützkursen auch anordnen. Für interessierte Lernende, die die Voraussetzungen im Lehrbetrieb und in der Berufsfachschule erfüllen, bietet die Berufsfachschule auch Freikurse an. Die lernende Person muss den Besuch von Freikursen mit dem Lehrbetrieb absprechen.

Ausbildungsprogramme für den Lerhbetrieb:

Ausbildungsprogramm Entwässerungstechnolgin/ Entwässerungstechnologe EFZ

Ausbildungsprogramm Entwässerungspraktikerin/ Entwässerungspraktiker EBA