Projektbeschreibung

Die technischen Arbeiten rund um die Werterhaltung der Kanalisation (Unterhalt / Sanierung) sind traditionelle Tätigkeiten, für die bis anhin die erforderlichen Kompetenzen „on the job" erworben wurden (vergleichbar mit dem praktischen Teil einer Lehre gemäss beruflicher Grundbildung), teils basierend auf einem erlernten Erst-Beruf oder direkt als (Erst-)Berufseinstieg. Ergänzende Aus- bzw. flankierende Weiterbildungsangebote werden heute von privaten Institutionen oder Verbänden während bzw. nach der Einführungsphase angeboten.

Aufgrund der Erwartungen der Anspruchsgruppen (vor allem Kunden sowie öffentlichen und privaten Auftraggebern), der technischen Entwicklung (inkl. IT), dem Umwelt-(Schutz-)Gedanken sowie der neuen Auflagen bezüglich Sicherheit etc. sind die Anforderungen an die Mitarbeitenden in der Kanalunterhalts- und Sanierungs-Branche stark gestiegen. Mit der Etablierung eines imagefördernden Lehrberufes mit eidgenössischer Anerkennung können junge Menschen frühzeitig für diesen Beruf motiviert werden.

Nach Abschluss des Projektes konnte innerhalb der Branche ein für Arbeitgeber neues kostenneutrales Berufsbild mit Kontinuität und Zukunftspotential (ohne grosse wirtschaftliche und kulturelle Abhängigkeiten sowie ohne die Gefahr, die Arbeiten ins Ausland auszulagern) etabliert werden.

Seit dem August 2014 besteht nun eine dreijährige Lehre mit Eidg. Fähigkeitszeugnis (EFZ) und eine zweijährige Lehre auf Stufe Eidg. Berufsattest (EBA). Die Zielgruppe der zweijährigen Grundbildung sind vorwiegend praktisch begabte Jugendliche sowie Erwachsene. Die anspruchsvollere dreijährige Grundbildung bietet ebenfalls praktisch und zusätzlich vermehrt theoretisch begabten Jugendlichen und Erwachsenen die Möglichkeit, einen Lehrabschluss zu erlangen und gewährt, wie der EBA-Abschluss, den Zugang zum lebenslangen Lernen. Beim EFZ besteht nach dem Lehrabschluss die Möglichkeit, die Allgemeinbildung mit der Berufsmaturität (BMS) zu erweitern, welche den direkten Zugang zu den Fachhochschulen (bzw. mit Zusatzqualifikationen zur Uni bzw. ETH) öffnet. Der Lehrabschluss alleine bietet den Zugang zur höheren Berufsbildung. Diese verbindet solide praktische Fähigkeiten mit fundierten theoretischen Fachkenntnissen.

Das effektive Projekt gliedert sich in sechs Projektphasen und startete mit der Vergabe des Vor-Tickets und endete mit dem Abschluss der Implementierung. Anschliessend begannen die ersten Lernenden ihre Grundbildung (ab August 2014). Die ersten Lernenden schliessen zwei bzw. drei Jahre später ihre Lehre ab (August 2016 oder 2017).